Klimaschutz vor der eigenen Haustür – Grüne fordern Energiebericht für alle städtischen Einrichtungen

Um die Umsetzung des 2016 verabschiedeten Klimaschutzkonzeptes weiter voranzutreiben, will die Ratsfraktion Bündnis90/Die Grünen den Energiebericht des Gebäudemanagements Paderborn (GMP) ab 2020 auf alle städtischen Einrichtungen ausweiten. Der Bericht soll dann alle zwei Jahre die jährlichen Energieverbräuche, deren Entwicklung sowie die energetischen Maßnahmen darlegen. „Der für 2017 vorgelegte Energiebericht über die vom Gebäudemanagement betreuten Immobilien zeigt, dass ein gutes Energiemanagement mit sinnvollen Maßnahmen nicht nur die Energie-Effizienz steigern und den CO2-Ausstoß verringern, sondern gleichzeitig auch die Energiekosten deutlich senken kann“, erklärt das grüne Ratsmitglied Claus-Jürgen Wagner. Allerdings betrage der Anteil der vom GMP-betreuten Gebäude am Energieverbrauch der städtischen Einrichtungen insgesamt, beim Strom nur 40 Prozent sowie 75 Prozent bei Gas und Wärme. Nicht erfasst seien im Energie-Bericht derzeit unter anderem Schwimmbäder, Straßenbeleuchtung, Klärwerk, Rechenzentrum, ASP-Anlagen sowie Pader- und Schützenhalle. 

„Die Energiekosten der Stadt Paderborn belaufen sich jährlich auf rund neun Millionen Euro, doch nur gut die Hälfte davon ist im GMP-Energiebericht dokumentiert“, kritisiert Wagner. Für einen Anteil von 45 Prozent der Energiekosten, insgesamt 4,11 Millionen Euro, gebe es also keine detaillierte Aufstellung. „Deshalb fordern wir nun einen umfassenden Energiebericht für alle städtischen Gebäude, Einrichtungen, Liegenschaften und Gesellschaften. Nur so lassen sich auch für diesen großen Kostenanteil Einsparpotentiale identifizieren und durch geeignete Maßnahmen realisieren.“ Das sei dann nicht nur im Hinblick auf die städtischen Finanzen ein sinnvoller Schritt, sondern natürlich auch für den Klimaschutz.

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