Montag, Jetzt ! – Fukushima-Mahnwache vor dem Rathaus fordert schnelleren Ausstieg aus der Atomwirtschaft

Acht Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima versucht der Betreiberkonzern Tepco, den Anschein einer Normalität zu erwecken. „Am Jahrestag des Nuklear-Desasters halten wir mit der Fukushima-Mahnwache vor dem Rathaus dagegen“, erklärt der Kreissprecher des BUND Paderborn Markus Müller. „Überall wo Atomkraftwerke stehen, ist eine Kernschmelze jederzeit möglich. Wer weiter auf Atomkraft setzt, muss Fukushima und Tschernobyl verdrängen.“

„Sicher bei der Atomwirtschaft ist nur das Risiko. Dies einfach so zu akzeptieren, halten wir für nicht normal“, kommentiert Norika Creuzmann, Kreisvorsitzende der Grünen und erinnert daran, dass Fukushima viel näher liege als wir denken. „Die Störanfälligkeiten beim AKW Grohnde, 60 km entfernt von Paderborn oder die belgischen Schrottreaktoren in Tihange und Doel mahnen: Abschalten ist das Gebot der Stunde.“

Zusammen mit dem Kreisverband der Grünen ruft der BUND zur Mahnwache von 17:00 bis 17:45 Uhr auf. In kurzen Redebeiträgen wird an die unzähligen Opfer und an die andauernde Verstrahlung von Boden und Wasser in der japanischen Provinz gedacht, aber auch angesichts der Klimakatastrophe an die mangelnden politischen Konsequenzen hierzulande erinnert.

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