Stadtradeln: Grüne wollen städtische Meldeplattform RADar verbessern

Seit 2017 bietet die Stadt Paderborn Radfahrern die Möglichkeit, sich über die Plattform RADar an der Entwicklung und Instandhaltung des Radwegnetzes zu beteiligen. Über eine Webseite können sowohl Anregungen und Kritik eingebracht, als auch Straßenschäden, fehlende Hinweisschilder, Barrieren oder defekte Straßenlaternen gemeldet werden.

Anlässlich des Paderborner Stadtradelns hat die Ratsfraktion Bündnis90/Die Grünen dieses Instrument einmal kritisch unter die Lupe genommen. In diesem Zusammenhang soll eine Anfrage im Ausschuss für Bauen, Planen, Umwelt (BPU) klären, wie viele Anregungen und Mängelmeldungen insgesamt seit Einführung eingegangen sind und in welchen Anteilen sie den verschiedenen Kategorien zugeordnet wurden. „Weil man uns wiederholt berichtet hat, dass Eintragende keine Rückmeldung bekommen haben, wollen wir außerdem wissen, wie viele der Meldungen innerhalb von zehn Werktagen beantwortet wurden“, erklärt der grüne Ratsherr Florian Rittmeier.

Außerdem fragen die Grünen, in welchem Zeitraum die gemeldeten Mängel jeweils behoben worden sind. Darüber hinaus hat die grüne Ratsfraktion eine Weiterentwicklung der Plattform beantragt. „Damit Radfahrerinnen und Radfahrer sich noch leichter an der Verbesserung der Paderborner Radinfrastruktur beteiligen können, sollte der Paderborner RADar unbedingt weiter optimiert werden“, merkt der Sachkundige Bürger Björn Engel an.

Insbesondere auf die Bedienung per Smartphone sei die Webseite noch nicht gut zugeschnitten. Das müsste unbedingt verbessert werden. „Außerdem wünschen wir uns eine Anzeige für den Bearbeitungsstatus, die zeigt, was die Verwaltung jeweils unternimmt, um die Situation zu verbessern.“

Alternativ zur Weiterentwicklung könnte Paderborn als Teilnehmer-Kommune beim Stadtradeln auch die Melde-Plattform des Klimabündnisses nutzen. „Da sind nicht nur alle Funktionalitäten bereits enthalten“, begründet Rittmeier. „Durch die Freischaltung würden außerdem mit einem Schlag alle stadtradelnden Paderborner erreicht.“ Deshalb soll die Verwaltung prüfen, inwieweit die Nutzung der Meldeplattform des Klima-Bündnisses sinnvoll wäre.

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