Mehr Grün in Paderborns Vorgärten – Antrag der Ratsfraktion im BPU

Damit in den Paderborner Vorgärten die Steinflächen nicht überhand nehmen, hat die grüne Ratsfraktion im Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt (BPU) beantragt, wasserdurchlässige, begrünte Vorgärten in allen neuen oder zu überarbeitenden Bebauungsplänen grundsätzlich festzuschreiben.

„Leider beobachten wir auch in Paderborn eine deutlich Zunahme von Schottergärten“, begründet das grüne Ratsmitglied Florian Rittmeier den Vorstoß. „Die dabei übliche Vlies- oder Folienabdeckung des Bodens führt zu einer Verarmung des Bodenlebens und macht es Vögeln schwerer, Nahrung zu finden.“ Diese Entwicklung stehe ganz im Gegensatz zu den Zielen des Begrünungsgebots in der Landesbauordnung: nämlich Stadtökologie und Kleinklima zu verbessern sowie einer Versiegelung des Bodens entgegenzuwirken. „Gärten in der Stadt sind ein wichtiger Lebensraum für Singvögel, Schmetterlinge und Bienen“, bekräftigt die grüne Fraktionssprecherin Petra Tebbe. Auch im urbanen Bereich müssen wir dem bedrohlichen Artenrückgang etwas entgegen setzen. Darüber hinaus wirkten sich die Schotterflächen besonders im Sommer negativ auf das Stadtklima aus, weil sie die Sonnenwärme speichern und Hitze abgeben, statt wie Pflanzen durch Verdunstung Kühle zu spenden. 

„Auch die Stadt Paderborn muss hier Ihre ökologische Verantwortung wahrnehmen“, fordert Rittmeier. In den vergangenen Jahren seien leider noch sehr viele Bebauungspläne ohne Standards zur Vermeidung von Schotterflächen erlassen worden. „Die Regelung für das neue Baugebiet Springbachhöfe ist ein erstes positives Beispiel, dass wir nun auf weitere neue Baugebiete ausgedehnt sehen möchten.“ Die grüne Ratsfraktion hoffe, dass ihr Antrag im Rat einen ähnlich breiten Konsens findet, wie schon der die Festlegung für die Springbachhöfe. 

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