„Durchatmen und in Ruhe nachdenken!“ –  Ein offener Brief von Sigrid Beer zu Politik und Sport in Paderborn

Wer denkt, Sport sei unpolitisch, der ist blauäugig. Boykott und Ausschluss von internationalen Wettkämpfen, Doping im nationalen Auftrag, die Debatte um Austragungsorte und welche Gelder für welches Event geflossen sind, bieten immer neuen Diskussionsbedarf.

Und doch hat gerade der Sport und vor allem der Breitensport immer wieder die Chance, Freundschaft, Verbundenheit, Verständigung untereinander zu fördern und zu stärken. Ja, Sport ist ein Integrationsfaktor. Über den Sport können Menschen sich kennenlernen, Vorurteile abbauen, kann Zusammenhalt gestiftet werden.

Und deshalb ist es grundfalsch, nationales Gebaren wie den Militärgruß als Begleitung von Kriegshandeln mit auf den Sportplatz und damit in das Spiel zu tragen. Alle, die im professionellen und ehrenamtlichen Engagement in unserer Stadt stehen, sollten über den Sport zur Aussöhnung und nicht zur Verhärtung beitragen. Sport kann Gegensätze überwinden. Sport kann helfen, zu zeigen, wie wir friedlich zusammenleben können und dass es möglich ist, Konflikte friedlich zu bewältigen und zu überwinden.

Es braucht ein konsequentes, frühes Einschreiten und Unterstützung der Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter bei diskriminierenden und herabwürdigenden Äußerungen, fremdenfeindlichen, rassistischen und antisemitischen Beschimpfungen.

In diesem versöhnenden Sinne erwarte ich den Einsatz aller Menschen in dieser Stadt, besonders auch derjenigen, die öffentlich Verantwortung übernommen haben.“

Sigrid Beer MdL

 

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