Grüne Ratsfraktion begrüßt deutliche Änderungen bei den Stadthaus-Planungen

Die Fraktion der Grünen im Rat der Stadt Paderborn wird dem geplanten Neubau des Stadthauses grundsätzlich zustimmen. Wesentlich für die Entscheidung der Grünen ist die Zusage, ein energetisch hoch effizientes Gebäude zu planen. Zudem solle das Gebäude CO2-neutral betrieben werden. Damit ist das Gebäude nach Ansicht der Grünen fit für eine CO2 neutrale Stadt. Auch der Erhalt des Marienplatzes werde durch den geänderten Entwurf sichergestellt. Die Zustimmung sei allerdings kein Blankoscheck.

„Die Bürgerbeteiligung aus dem letzten Herbst hat dem Entwurf sehr gut getan!“, freut sich Fraktionssprecher Klaus Schröder über die Anpassungen. Es habe sich gelohnt, im Sommer eine Nachdenkpause zu beschließen. „Die Hinweise der Bürger haben gezeigt, dass es eher um Verbesserungen der Planung geht, als um grundsätzliche Ablehnung.“ Zum anderen hätten die Bürger-Anregungen Anlass gegeben, insbesondere die energetischen Eigenschaften des Gebäudes zu verbessern. „Der Bau soll entsprechend der Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen erstellt werden. Auch eine Bauweise mit Holz wird geprüft. Darüber hinaus wird das Gebäude CO2 neutral sein. Und es soll mit Photovoltaik die Möglichkeit genutzt werden, mit dem Gebäude auch Energie zu produzieren.“, so Schröder weiter.

„Wir haben in den Gesprächen darauf gedrängt, die Bürgeranregung zur Ausstattung mit Photovoltaik möglichst weitgehend umzusetzen. Nun gehen wir davon aus, dass fast die gesamte Dachfläche des Gebäudes für Photovoltaik genutzt werden kann.“, unterstreicht das grüne Mitglied im Bauausschuss Florian Rittmeier die Diskussionsergebnisse der letzten Monate. „Es ist sogar in der Diskussion, in die Fassade noch weitere Elemente zu integrieren.“

Da nicht alle Verbesserungen auch durch die Beschlusslage abgesichert seinen, wollen die Grünen das Projekt weiter kritisch begleiten. „Wir werden darauf achten, dass die Verbesserungen auch tatsächlich umgesetzt werden. Unsere Zustimmung ist kein Blankoscheck.“, betont Fraktionssprecherin Petra Tebbe.

Mit Blick auf den Marienplatz freut sie sich über die beschlossenen Änderungen am Entwurf. „Mit der Rückverlagerung der Fassade wird der Fußverkehr am Marienplatz Richtung Marienstraße wohl sogar angenehmer werden als er es heute ist.“ Denn neben der Fußgängerspur verläuft nicht länger eine Gebäudefassade, sondern die Treppenanlage, so dass Fußgänger sich weniger bedrängt fühlen als es derzeit der Fall ist.

Die Rückverlagerung stelle auch sicher, dass der Marienplatz mit seinen charakteristischen Linden erhalten bleiben könne. „ Dass dort nicht einfach eine gepflasterte Fläche entsteht, sondern der Marienplatz mit seinem Schatten spendenden Charakter erhalten bleibt, war von Anfang an unsere grüne Forderung.“, erinnert Petra Tebbe an die Historie des Entwurfs. Zu dem erlaube die Rückverschiebung des Gebäudes die Einrichtung einer Außengastronomie . Das ohnehin geplante Café könne dazu an den Marienplatz verlagert werden. „Die Gefahr dass am Marienplatz nur eine tote Verwaltungsfassade entsteht, sehen wir damit ein Stück weit gebannt.“

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