PadAlz nicht kaputt kürzen – Beer kritisiert geplante Kürzungen bei Arbeitslosenzentren

Nach Plänen von Arbeitsminister Laumann soll die bisherige Förderung der Arbeitslosenzentren nicht mehr verlängert werden. „Wenn jetzt die notwendigen Rettungsschirme gespannt werden, dürfen gerade soziale Unterstützungsstrukturen nicht infrage gestellt werden. Die Pläne von Kürzungen bei den Arbeitslosenzentren sind sofort auszusetzen!“  Das fordert die grüne Landtagsabgeordnete Sigrid Beer.

Eine Anhörung zu dem Vorhaben von Minister Laumann ist für Mai geplant. Für die Grünen ist klar: Arbeitslosenzentren sind an sich, aber besonders in dieser Krise, die die Wirtschaft sehr stark belastet, ein unverzichtbarer Baustein in der sozialen Infrastruktur.

So finden im Paderborner Arbeitslosenzentrum (PadAlz) Leistungsempfänger zum einen Ansprechpartner für Fragen beispielsweise zu ihren Leistungsbescheiden und auch zu Instrumenten auf dem Arbeitsmarkt. 1450 Fachberatungen in 2019 sprechen für sich. Zum anderen stellt die unabhängigen Beratungsstelle eine enorme Hilfe im Kampf gegen die Vereinsamung oder auf der Suche nach einer Eingliederung in den Arbeitsmarkt dar. Eine offene Stellenbörse und Internetzugang sind nur einige Beispiele für das weitere Angebot des PadAlz.

Arbeitslosenzentren sind seit Jahrzehnten ein wichtiges Rückgrat für Langzeitarbeitslose in den Kommunen. „Durch den guten Zugang zur Zielgruppe, das hohe Vertrauen der Ratsuchenden sowie die große Akzeptanz und Kooperationsbereitschaft, die den Beratungsstellen vonseiten anderer Arbeitsmarktakteur entgegengebracht werden, haben diese eine wichtige Rolle inne. Denn gerade durch ihre behördliche Unabhängigkeit begegnen die Arbeitslosenzentren ihren Klientinnen und Klienten unvoreingenommen und auf Augenhöhe, was Jobcenter und Arbeitsagenturen so nicht leisten können. Wir sollten gut funktionierende und angenommene soziale Strukturen, die ein hohe Fachlichkeit bieten, nicht kaputt kürzen“, bewertet Beer die Pläne von Laumann.

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