Baustein für mehr Radfahrsicherheit – Grüne wollen Klarheit bei Fahrbahnmarkierungen

Die grüne Ratsfraktion begrüßt, dass die Stadtverwaltung an verschiedenen Stellen in Paderborn die Fahrbahnmarkierungen für Radwege ausgebessert hat. Dies sieht die grüne Ratsfraktion als direkte Reaktion auf eine grüne Anfrage zur Kennzeichnung von Konfliktbereichen für Radfahrende aus dem März. Jetzt stellt sich die Frage, wie die Verwaltung für ein einheitliches und schlüssiges Konzept sorgen will und sicherstellt, dass Erneuerungen von Markierungen an den Hauptrouten in Zukunft nicht erst auf Drängen der Politik durchgeführt werden.

Fahrbahnmarkierungen für Radquerungen und Radrouten sind im Paderborner Stadtgebiet unterschiedlich gekennzeichnet und an vielen Stellen nur noch schwer erkennbar. Deshalb hatte die Ratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen die Markierungsstrategie der Verwaltung für die Märzsitzung des Ausschusses für Bauen, Planen und Umwelt auf die Tagesordnung gesetzt. Sie wollte wissen, nach welchem Konzept Konfliktbereiche, wie Radquerungen, gekennzeichnet werden. Die ursprünglich geplante Beratung musste aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen vertagt werden.

Wie man in den letzten zwei Wochen im Stadtgebiet beobachten konnte, hat die Verwaltung die Anfrage dennoch bearbeitet und an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet bei den Markierungen bereits nachgebessert. So sind an mehreren Stellen, unter anderem an der Detmolder Straße im Kreuzungsbereich zur Nordstraße (Foto) die Markierungen wieder hergestellt. „Dadurch wird ihre Funktion als Hinweis für abbiegende und kreuzende Kraftfahrzeuge nun wieder erfüllt.“ so der grüne Ratsherr Florian Rittmeier. Zudem wurde mittlerweile auch an zwei Kreuzungsbereichen der Stolbergallee rote Markierungen neu erstellt.

Nach Angaben der Polizei werden in Paderborn zwei Drittel der Unfälle mit Radfahrern durch Autofahrer verursacht, berichtet Rittmeier. Achtloses Abbiegen sei eine der Hauptursachen. „Wie im ganzen Bundesgebiet liegen die Unfallschwerpunkte auch in Paderborn an Einmündungen und Querungen.“ Deshalb sähen auch die offiziellen „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ (ERA) eine konsequente Kennzeichnung solcher Konfliktbereiche durch rote Flächen vor. „Durch eine bessere und konsequentere Kennzeichnung für Radwege mit abbiegendem Autoverkehr, Knotenpunkte und Querungen der Radhauptrouten ließen sich viele Unfälle vermeiden.“ 

In der nächsten Sitzung des Bauausschusses wollen die Grünen nun erfahren, nach welcher Systematik derzeit markiert wird und wie die Verwaltung zuverlässige Erneuerungen von Markierungen an den Hauptrouten garantieren möchte. Entsprechende Markierungen sind aus Sicht der Grünen ein Baustein für mehr Radfahrsicherheit, ersetzen aber keine sicheren Radverkehrsführungen.

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