Grüne fordern Maßnahmen für Kinder bei Corona-Lockerungen

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Paderborner Rat will bei den Überlegungen zu Lockerungsmaßnahmen die Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen. Familien erleben die derzeitige Pandemie als große Herausforderung. 

Auf der einen Seite sind Eltern hoch belastet durch permanente Kinderbetreuung, Homeschooling, Home-Office und möglicherweise noch dazu kommende Existenzsorgen. Auf der anderen Seite ist die psychosoziale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durch den Mangel an sozialen Kontakten und Austauschmöglichkeiten extrem gefährdet.  Gerade junge Menschen brauchen möglichst bald wieder die Gelegenheit, Zeit außerhalb der Familie zu verbringen, wenn das Infektionsgeschehen dieses zulässt.

Die Grünen fordern vorbereitend darauf, bereits jetzt Strukturen und Prozesse zu schaffen für Projekte, die Kinder durch das Erleben von Gemeinschaft und persönlichen Fähigkeiten psychisch und sozial stärken. „Die Einbindung von zum Beispiel Kulturschaffenden, Sporttrainerinnen oder Studierenden bietet die Möglichkeit, ein anregendes Freizeitprogramm in festen Kleingruppen zu installieren,“ regt die grüne Ratsfrau Sabine Kramm an. „Je nach Infektionsgeschehen können das beispielsweise Kunstprojekte, Radtouren in die Umgebung oder Sportangebote im Freien sein.“

Die Angebote sollten über das Jugendamt an die Familien vermittelt werden, damit möglichst die Kinder erreicht werden, die unter der Isolation besonders leiden. „Wir halten es für unbedingt notwendig, auf weitere Lockerungen gut vorbereitet zu sein und entsprechende Angebote für Kinder und Jugendliche vorzuhalten, sich im realen Raum in Gemeinschaft zu begegnen und auszutauschen,“ erläutert Sabine Kramm. „Natürlich immer unter den gebotenen Hygiene- und Abstandsbedingungen.  Diese außergewöhnliche Zeit braucht kreative Ideen. Diese wollen wir mit unserer Forderung auf den Weg bringen.“ 

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