Norika Creuzmann: „Starkes Signal der NRW-Umweltministerin für den Nationalpark Senne und Artenschutz“

Als gutes Beispiel zum Schutz der Arten denkt die NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser laut über den Nationalparks Senne nach. „Ein starkes Signal“, meint die grüne Kreisvorsitzende Norika Creuzmann und hat der Ministerin geschrieben.    

„Als ich am vergangenen Freitagmorgen Ihr Interview mit dem WDR im Radio hörte, da war ich trotz der frühen Stunde mit einem Male hellwach. Anlässlich des Starts der Unterschriftenaktion der Umweltschutzverbände NABU, BUND und LNU zum besseren Schutz der Artenvielfalt sagten Sie, dass Sie diese Initiative sehr begrüßen würden und es Zeit sei, dass wir uns intensiv über Natur- und Artenschutz austauschen.

Gleich als erstes Beispiel nannten Sie den Nationalpark Senne, der den meisten Menschen hier in Ostwestfalen-Lippe eine Herzensangelegenheit ist. Wörtlich sagten Sie bei den Überlegungen, welche der Forderungen praktikabel und umsetzbar sind: „Wie geht man mit einem Thema um wie ‚Nationalpark Senne‘?“ Das ist für mich ein ungeheuer starkes Signal. Schließlich wissen wir ja, dass die neue schwarz-gelbe Landesregierung seinerzeit nichts eiligeres zu tun hatte, als den von der rot-grünen Vorgängerregierung verabschiedeten Landesentwicklungsplan nochmal aufzuschnüren und den Nationalpark Senne als Entwicklungsziel explizit wieder zu streichen. 

Zu meiner aufrichtigen Freude sagten Sie in dem WDR-Interview, dass man sich auch fragen müsse, wie man damit umgehen soll, den Anteil Naturwald zu erhöhen. Alles Themen, über die man sich austauschen könne. Wörtlich sagten Sie, sehr geehrte Frau Heinen-Esser, hierzu seien Sie „immer gesprächsbereit“.

Darum erlaube ich mir, Sie beim Wort zu nehmen. Ihr Angebot, „einen breiten gesellschaftlichen Diskurs darüber bekommen“, möchte ich hiermit gerne annehmen. Und Sie einladen. Hierher zu uns nach Ostwestfalen, zum artenreichsten Hotspot der Bundesrepublik. 

Mein Name ist Norika Creuzmann und ich bin die Kreisvorsitzende der Grünen in Paderborn. Seit vielen Jahren engagiere ich mich mit vielen Mitstreitern für den Nationalpark Senne. Ich war die Ideengeberin der Umweltmesse „Tag der Parke“, die wir mit vielen Unterstützern 2012, 2013 und 2014 in Bad Lippspringe durchführten und die tausende Besucher anlockte. Damals hoben wir den „Arbeitskreis Freunde des Nationalparks Senne“ aus der Taufe, aus dem später die heute noch sehr erfolgreich arbeitende Umwelt-Bildung-Initiative OWL e.V. hervorging.

Lassen Sie uns für einen Moment unterschiedliche politische Forderungen vergessen. Lassen Sie uns gemeinsam anschauen, welche schützenwerte Areale wir hier in NRW haben und uns darüber austauschen, wie wir der Artenvielfalt und dem Schutz einmaliger Landschaften einen guten Dienst erweisen können – beispielsweise durch einen Nationalpark Senne. Die Mehrheit der Bevölkerung spricht sich für einen Nationalpark Senne aus, nur Großteile der Politik vor Ort haben die Chance eines Nationalparks noch nicht erkannt.

Ich verbleibe in freudiger Erwartung Ihrer Antwort  und voller Hoffnung auf ein gemeinsames Anpacken gemeinsamer Ziele“

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