Besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende – Klaus Schröder zum Flughafen Paderborn/Lippstadt

Der grüne Bürgermeisterkandidat Klaus Schröder fordert, beim Flughafen Paderborn/Lippstadt auf Schadensbegrenzung zu setzen. Der angekündigte Ausstieg der Kreise Gütersloh und wohl auch Lippe zeige nun deutlich, dass „nicht zu halten ist, was nie zu halten war“. Er fordert, stattdessen auf eine bessere Bahnanbindung zu setzen.

„Das sture Festhalten des Kreises Paderborn am Flughafen kostet die Stadt Paderborn jährlich viele Millionen Euro.“, stellt Schröder fest. „Auch wenn es für die Nutzer des Flughafens sicher bequem ist: Wir können uns das schlichtweg nicht mehr leisten.“

Schröder ist erstaunt darüber, dass nun herausgekommen sei, dass schon die Flughafengesellschaft selbst mit dem Jahresabschluss 2019 keine Fortführungsprognose habe abgeben können. „Wenn die Gesellschaft selbst schon nicht mehr beschreiben kann, wie es erfolgreich weiter gehen soll – auf welcher Grundlage will man dann weiter Geld in dieses Millionengrab stecken?“, fragt er.

„Dass es keine Fortführungsprognose gibt, muss mindestens seit dem Frühjahr bekannt sein.“, so Schröder. „Warum hat man diese Tatsache so viele Monate unter der Decke gehalten?“ Er vermisst außerdem eine klare Haltung der Stadt Paderborn. „Auch wenn Paderborn nicht selbst Anteilseigner ist, tragen wir über die Kreisumlage mit die größte Last. Ich hätte erwartet, dass der Bürgermeister den Rat schon im Frühjahr umfassend informiert.“

Um nicht immer weiter Geld in ein Fass ohne Boden zu stecken, fordert Schröder einen geordneten, zügigen Ausstieg. „Jetzt muss es zuallererst darum gehen, den finanziellen Schaden klein zu halten.“ Perspektivisch fordert Schröder, auf eine bessere Bahnanbindung für die Region zu setzen. „Zwei ICEs pro Tag sind zu wenig. Von mehr Fernzügen profitieren alle, auch die, die ein Fernziel mit dem Flugzeug erreichen müssen.“

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