Grüne Bürgerbefragung Am Hilligenbusch: Anwohner wünschen Sperrung der Bahnunterführung

Anfang September stellten sich der grüne Bürgermeisterkandidat Klaus Schröder, der Kandidat für den Wahlbezirk Gerrit Pape und weitere Stadtratskandidat*innen den Fragen der Bürger rund um die Straße Am Hilligenbusch in der Südstadt.

In vielen Gesprächen brachten die Bürger zum Ausdruck, dass die aktuelle Situation, in der die Straße als Abkürzung für den Durchgangsverkehr genutzt wird, ganz und gar nicht zufriedenstellend ist. Neben den gefährlichen Situationen bei der Durchfahrt durch den engen Tunnel kommt es auf der gesamten Spielstraße zu Staus, Lärmbelästigung und Gefährdung von Kindern durch zu schnelle Autos. Auch berichteten Anwohner der angrenzenden Andreasstraße, dass besonders zu den Stoßzeiten viele Autofahrer nicht nur am Ostfriedhof vorbei Richtung Gierstor fahren, sondern sogar durch die eigentlich als Anliegerstraße schon für den Durchgangsverkehr gesperrte Andreasstraße zum Kasseler Tor abkürzen.

Eine große Mehrheit der Befragten befürwortete deshalb als Lösung eine Sperrung des Bahnübergangs und des Tunnels für Kraftfahrzeuge. Der grüne Verkehrsexperte und Stadtratskandidat Ulrich Möhl: „Ich war überrascht über die fast einhellige Zustimmung zu einer Sperrung. Dass wir einen solchen Schritt nicht ohne Abstimmung mit den Anwohnern vorschlagen wollten, war ja der eigentliche der Auslöser für die Befragung.“

Ein weiterer Punkt, den Anwohner der umliegenden Straßen umtreibt, ist die Nutzung der Seitenstraßen als Parkraum durch Berufspendler. Der grüne Stadtratskandidat Rainer Pusch, selber Anwohner des betroffenen Viertels, beobachtet das auch sehr häufig: „Die Pendler aus dem Paderborner Umland oder sogar dem Kreis Höxter stellen Ihre Autos in jeder verfügbaren Lücke ab, um dann zu Fuß oder auf mitgebrachten Fahrrädern die letzten Meter in die Innenstadt zu machen.“ Wahlkreiskandidat Gerrit Pape ergänzt: „Das zeigt deutlich, wie viel Luft nach oben noch in der Anbindung des ÖPNV und der Einrichtung von Park & Ride Möglichkeiten ist.“

Bürgermeisterkandidat Klaus Schröder fasst die Gesamtsituation am Ende der Gespräche zusammen: „Viele der angesprochenen Probleme mit Durchgangsverkehr in engen Straßen und wildem Parken decken sich mit meinen eigenen Beobachtungen in der ganzen Südstadt. Leidtragende sind die Anwohner, aber in großem Maße auch die Kinder, die nicht sicher durch ihr Wohnviertel in die Schule und zu Freunden fahren können. Das muss auf jeden Fall grundsätzlich anders werden. Am Hilligenbusch könnte eine Sperrung der Bahnunterführung für den Autoverkehr ein Teil der Lösung sein.“

KORREKTUR: In einer früheren Version war von einer Sperrung des Bahnübergangs die Rede. Korrekt ist aber, dass die Anwohner*innen den Tunnel gerne sperren lassen möchten.

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