Rotbuchen in der Stadtheide vor der Fällung – Grüne kritisieren CDU-Weigerung bei Baumschutzsatzung

In der Diskussion um die von der Motorsäge bedrohten Bäume in der Stadtheide (die NW und das WV berichteten) melden sich die Grünen zu Wort. Der grüne Bürgermeisterkandidat Klaus fordert Schröder den Erhalt der Bäume. „Als Stadt haben wir an dieser Stelle derzeit leider keine Handhabe. Wir können nur die Eigentümer bitten die wunderschönen Bäume zu erhalten.“

Ohne eine Baumschutzsatzung habe die Stadt nur wenig Möglichkeiten, Fällungen auf privatem Gelände zu verhindern, erläutert das grüne Bauausschussmitglied Stefan Schwan. „Wir haben als Grüne solch eine Baumschutzsatzung mehrfach in der vergangenen Ratsperiode gefordert, aber die Einführung scheiterte jedes Mal insbesondere an der CDU.“ so Schwan. Beispiele anderer Kommunen zeigen, so die Grünen, dass etwa bei der Planung neuer Bauvorhaben mehr Bäume erhalten werden, wenn in der Kommune eine Baumschutzsatzung existiert. Es habe in den letzten Jahren mehrere Fälle gegeben, in denen vitale Bäume einfach gefällt wurden, ohne dass die Stadt hiergegen etwas hätte tun können. 

Das Argument der Verwaltung gegen eine Baumschutzsatzung sei u.a. gewesen, dass man damit keine Fällungen verhindern könne, da in der Regel von den Eigentümern einfach Tatsachen geschaffen würden. Nicht nur an dieser Stelle zeige sich der mangelnde Willen von Bürgermeister Dreier und der CDU-Fraktion, Fehlverhalten auch konsequent zu sanktionieren, meint Schwan. Es gab darüber hinaus sogar Fällungen, die auch nach den geltenden Vorschriften hätten geahndet werden müssen. Aus Sicht der Grünen sei man bisher sehr nachsichtig mit den Frevlern umgegangen. 

„Das Thema Baumschutz bleibt auch für den kommenden Rat ein wichtiges Thema“, findet der grüne Bürgermeisterkandidat Klaus Schröder. Mit anderen Mehrheiten können wir dann hoffentlich auch die Fällung der Rotbuchen in der Stadtheide noch rechtzeitig verhindern.“ ergänzt Schröder.

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