Schulsozialarbeiter*innen komplett finanzieren – Etatantrag der Kreisfraktion

Schon seit Jahren verweisen etliche Schulvertreter*innen auf den steigenden Bedarf an Schulsozialarbeiter*innen – nicht zuletzt auch an den Berufsschulen. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, beantragt die Kreistagsfraktion der Grünen, dass die Kreisverwaltung die Mittel für 1,5 Stellen für die Unterstützung insbesondere der Berufsschüler bereitstellt.

 Die Grünen fordern dazu eine einhundert Prozent Finanzierung vom Kreis als Schulträger. „Wir müssen die Schulsozialarbeit auch an den Berufskollegs groß schreiben“, betont die Fraktionsvorsitzende Norika Creuzmann. „Die kontinuierliche Sozialarbeit ist nicht nur notwendig, um Ausbildungsabbrüche zu verhindern, sondern auch, um junge Menschen in Krisensituationen zu unterstützen oder um notwendige Präventionsarbeit zu leisten“, macht sie deutlich. Diese Liste der Aufgabenbereiche ließe sich noch deutlich verlängern. „Der dringende Bedarf wurde in der jüngsten Sitzung des Schul- und Sportausschusses noch einmal mit Zahlen direkt von den Schulen belegt. Auch der CDU-Antrag vom November 2019 begründete schon damals die deutliche Notwendigkeit“, stellt Kreistagsmitglied Susanne Schüssler fest.

Das bisherige Modell ist für die Grünen gescheitert: „Das Finanzierungskonzept mit einer Beteiligung von Land und Schulträger, die freie und besetzbare Lehrerstunden voraussetzt, ist nicht umsetzbar, da die Berufskollegs keine freien Stunden zur Verfügung haben“, so Creuzmann. Das Fazit ihres Antrags: „Aus diesem Grunde ist eine hundertprozentige Finanzierung durch den Kreis unumgänglich.“

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