Gezielte Hilfe für Menschen am Rande unserer Gesellschaft

Bündnis 90/Die Grünen und die CDU nehmen die Situation der Menschen am Rande der Gesellschaft in den Mittelpunkt der Beratungen im nächsten Sozialausschuss. Die Koalition unterstützt ausdrücklich den geplanten Ausbau der Übernachtungsplätze für Obdachlose am Kasseler Tor und beantragt darüber hinaus die Erstellung eines Konzeptes für die dann benötigten zusätzlichen personellen Ressourcen.

„Der Verein KIM – Soziale Arbeit betreut seit vielen Jahren mit großem Engagement die Übernachtungsstelle am Kasseler Tor. Durch das Freiwerden bisher anders genutzter Räumlichkeiten besteht jetzt die Chance, die Kapazitäten direkt vor Ort um circa 15 Plätze zu erweitern“, freut sich Ulrich Möhl, grünes Mitglied im Sozialausschuss. Die Arbeit des Vereins besteht aber nicht nur aus dem Zur-Verfügung-Stellen von Räumlichkeiten, sondern vor allem aus der Begleitung und Beratung der bedürftigen Menschen. „Da ist es folgerichtig, auch den personellen Bedarf in den Blick zu nehmen und ein passendes Konzept zu erarbeiten“, ergänzt Möhl.

Darüber hinaus will die Koalition prüfen lassen, in welcher Form auf dem Gelände des „Rupert-Zwickel-Hauses für schwerstabhängige Alkoholkranke“ in Schloss Neuhaus zusätzlicher Wohnraum durch einen Anbau oder einen Container geschaffen werden kann. In dieser Einrichtung hat KIM vor über 30 Jahren eine professionell betreute Form der Wohnhilfe entwickelt, um nicht sesshafte Alkoholkranke zu betreuen, die oft eine lange Krankheitsgeschichte hinter sich und nahezu das gesamte Hilfesystem durchlaufen haben. „Diese Menschen sind nicht in der Lage, eigenen Wohnraum selbstständig und ohne intensive Hilfe zu bewirtschaften“, berichtet der stellvertretende Ausschussvorsitzende Wolfgang Glunz (CDU).

Bereits 2018 hatten die Grünen im Sozialausschuss einen Antrag beschließen lassen, der darauf abzielte, dass die Verwaltung auf die Suche nach einer passenden Immobilie geht. Das war bisher leider erfolglos. „Den Wohnraum vor Ort in Schloss Neuhaus zu erweitern könnte eine gute Möglichkeit bieten, endlich den dringend benötigten Wohnraum für diese besondere Zielgruppe zu schaffen“, hofft Glunz.

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