Enormes Tierleid und Umweltbelastungen – Kreisgrüne hinterfragen Masthähnchenställe

Die Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert im Kreis mehr Tierschutz sowie Klima- und Naturschutz. Aufgrund des aktuell geplanten Neubaus eines konventionellen Masthähnchenstalls in Salzkotten fragen die Grünen bei der Verwaltung an, wie viele Hähnchenmastanlagen derzeit im Kreis vorhanden bzw. geplant sind und wie bei Genehmigungsverfahren die Belange des Landschaftsschutzes berücksichtigt werden.

Der aktuell beantragte Masthähnchenstall soll 29.900 Tiere aufnehmen und im Landschaftsschutzgebiet und darüber hinaus nahe dem Vogelschutzgebiet “Hellwegbörde” und dem Naturschutzgebiet “Hederaue mit Thüler Moorkomplex” gebaut werden. Der Naturschutzbeirat hat dieses Vorhaben abgelehnt. Dieser ablehnenden Haltung schließen sich die Grünen aufgrund des geplanten Baus in besonders schutzwürdigen Gebieten unseres Kreises sowie aufgrund der geplanten Haltungsform ab.  “Die intensive Hähnchenmast, bei der Zehntausende Tiere auf engstem Raum gehalten werden, geht nicht nur mit enormen Tierleid sondern auch mit einer Belastung der Umwelt einher,” äußert sich Kreistagsabgeordnete Dr. Schaper.

Kraftfuttermittel für die Intensivmast müssen importiert werden, was klimaschädlich ist. Denn der intensive Anbau von Soja hat einen negativen Einfluss auf die Artenvielfalt und das Klima. “Außerdem belastet die zu entsorgende Gülle, insbesondere durch Nitrat, erheblich unsere Böden und das Grundwasser im Kreis, ” so Fraktionsvorsitzende Creuzmann. 

Ziele der Kreisgrünen sind besonders nachhaltige Landwirtschaftsmodelle zu fördern und zu unterstützen. Dazu gehört die regionale Vermarktung von Produkten aus artgerechter Haltung unter Berücksichtigung von Umweltschutzaspekten.

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