Gebrauchsanleitung „Gender Budgeting“???!!!!

Die Grünen Frauen laden ein zur digitalen Doppelveranstaltung am Freitag, den 30.04.21 ab 17:00 Uhr.  “Wir diskutieren mit einer Fachfrau aus Münster über die Einführung von Gleichstellung in die Haushaltsplanung. Ab 18.30 Uhr laden wir zum online-Tanz oder digitalen Walpurgis-Nacht. Bei selbstgestellten Getränken kann zur ‚music on demand‘ geplaudert aber auch getanzt werden.”, erklärt Susanne Hischner, Sprecherin der grünen Frauen Paderborn.

Die Juristin Julia von Hayn, Mitarbeiterin im Amt für Gleichstellung Münster, berichtet über ihre Erfahrungen mit ‚Gender Budgeting‘. Seit Jahren wird bei der Aufstellung des Münsteraner Haushalts in einigen Bereichen dieses Prinzip berücksichtigt. Im Paderborner Koalitionsvertrag zwischen CDU + Bündnis 90/Die Grünen ist ‚Gender Budgeting‘ für den Bereich Kultur verabredet. 

Budgeting ist der englische Begriff für die öffentliche Haushaltsplanung. Gender bezieht sich auf die Geschlechterrollen von Frauen und Männern. Vom Nahverkehr über Beratungsstellen oder Grünflächengestaltung agiert die öffentliche Verwaltung in vielfältigen Bereichen. Die Haushaltsplanung beeinflusst also unmittelbar den Alltag und das Leben aller Menschen, die in Paderborn leben. Und hier kommt die Methode Gender Budgeting ins Spiel: Die Lebenswirklichkeit von Männern und Frauen ist in vielen Bereichen sehr unterschiedlich und auch Männer und Frauen sind keine jeweils einheitliche soziale Gruppe. Der Leitgedanke des Gender Budgeting geht davon aus, dass sie deshalb zum Teil in sehr unterschiedlicher Weise von haushaltspolitischen Entscheidungen betroffen sein können.

Was bedeutet das für die Arbeit in der Verwaltung? Wer bei fachlichen und finanziellen Planungen von vorneherein überlegt, wie diese Vorhaben die Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern, Jungen und Mädchen beeinflusst, erfährt mehr über die Wirkung der öffentlichen Leistung. Es ist damit möglich, Ressourcen im Bedarfsfall (sach-)gerechter zu verteilen und dadurch haushaltspolitische Entscheidungen transparenter zu machen. Gender Budgeting gibt also Antworten auf die Fragen: Wofür gibt die Stadt Geld aus, wofür nicht? Wo wird im Zweifelsfall gespart? Wer profitiert von den öffentlichen Ausgaben? Damit ist Gender Budgeting also eine durch den „Gleichstellungsblick“ ergänzte Haushaltsplanung, die Ungleichheit abbauen hilft und damit Fairness schafft.

Der Zugangsdaten werden nach Anmeldung unter E-Mail:

susanne.schuessler@padergruen.de oder

  buero@gruene-paderborn.de  verschickt.

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