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Denkmalschutz in der bisherigen Form und Qualität langfristig erhalten – Grüne Anfrage im Kreistag

Das Denkmalschutzgesetz in NRW soll novelliert werden. Das stößt bei vielen Fachverbänden auf großes Unverständnis. Auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) positioniert sich dazu eindeutig, da dieser dann in seiner Rolle stark beschnitten sein würde. 

„Völlig unnötig und dem Denkmalanliegen überhaupt nicht gerecht werdend“, so kommentiert Ralf Pirsig, Mitglied der Landschaftsversammlung und des Kulturausschusses im LWL und im Kreistag das Vorgehen der Landesregierung. „Ob und inwieweit in den kleineren Gemeinden überhaupt die Fachexpertise bzgl. Denkmalschutz vorhanden ist, darf stark bezweifelt werden“, ergänzt Pirsig. Der LWL, der bisher mit Fachwissen und auch Rat zur Seite steht, dürfte nach der Novelle zwar noch als Ratgeber fungieren, mehr aber auch nicht. 

Sollte die Novelle in Kraft treten, ist zu befürchten, dass denkmalwürdige Gebäude, die Planungen und Bauvorhaben „im Wege stehen“, dann mal eben abgerissen werden, erklärt die grüne Kreistagsfraktion. Die bislang erforderliche sogenannte Benehmensherstellung mit dem LWL entfalle dann nämlich komplett. 

Dafür falle dem Kreis als oberer Denkmalbehörde eine große Aufgabe und Veranwortung zu. Deshalb stellt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der nächsten Sitzung des Kreis- und Finanzausschusses eine Anfrage zum Thema. So wollen die Grünen wissen, inwieweit der Kreis die Aufgaben personell schultern kann und ob die Qualifikationen vorhanden sind. Außerdem sei davon auszugehen, dass durch die Intensivierung der Aufgabe als obere Denkmalbehörde zusätzliche Kosten beim Kreis entstehen. Deren Höhe sei bislang aber noch unklar. 

„Uns geht es darum, dass Denkmalschutz in der bisherigen Form und Qualität langfristig erhalten wird. Die Novelle des Gesetzes lässt daran zumindest Zweifel zu“, resümiert Pirsig

 
 
 

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