Ein DHL-Van quert eine zugeparkte Straße in der Innenstadt.

CDU und Grüne wollen illegalen Lieferverkehr in der Innenstadt stoppen

Fahrende, zurücksetzende und parkende Lieferfahrzeuge – in der Paderborner Fußgängerzone ist das auch außerhalb der erlaubten Lieferzeiten ein regelmäßiges Bild. Obwohl es Fußgänger erheblich gefährdet und die Attraktivität der Innenstadt beeinträchtigt, wird dieser illegale Lieferverkehr bislang weitgehend geduldet. Die Ratsfraktionen der CDU und der Grünen wollen diese Situation nun nicht länger hinnehmen: In der nächsten Ratssitzung beantragt die Koalition, dass die Verwaltung zur Verhinderung des illegalen Lieferverkehrs intensive Gespräche mit den Beteiligten führt. Wird dabei innerhalb von 18 Monaten keine tragfähige Lösung gefunden, soll das illegale Befahren und Beparken der Fußgängerzone mit allen ordnungsrechtlich zulässigen Mitteln konsequent geahndet werden.

„Wir beobachten, dass sich der Lieferverkehr zeitlich immer weiter nach hinten verlagert, was dazu führt, dass die Kunden später kommen und deshalb wiederum die Geschäfte später öffnen“, erklärt Dieter Honervogt, CDU. „Diesen Kreislauf müssen wir endlich durchbrechen.“ Die Stadt sei selbstverständlich bereit, an der Lösung des Problems aktiv mitzuarbeiten.

Mögliche Ansätze sieht die Koalition in der Einrichtung von Mikrodepots, wie sie von UPS bereits genutzt werden, einer Radlogistik, dem Aufbau eines City-Hubs oder der empfängerbezogenen Bündelung. „Alternativen zum derzeitigen Lieferverkehr müssen von allen Beteiligten getragen werden – den Paketdiensten, dem Handel und den Menschen in der Stadt“, betont Dr. Klaus Schröder, grüner Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Klima und Mobilität. Die Bemühungen der Werbegemeinschaft und des City-Managers hätten bisher noch keine Ergebnisse gebracht. „Der Konflikt darf nicht auf Kosten derjenigen ausgetragen werden, für die unsere Fußgängerzone ja eigentlich da sein soll, nämlich der Menschen, die hier zu Fuß unterwegs sind.“

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