Baustelle vor dem Paderborner Bahnhof mit unübersichtlicher Beschilderung der Umleitung für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen.

Grüne fordern sicherere Umleitung für den Rad- und Fußverkehr am Hauptbahnhof

Die aktuelle Verkehrsführung an der Baustelle am Hauptbahnhof ist nach Einschätzung der grünen Ratsfraktion für den Fuß- und Radverkehr nicht nur ungünstig und unübersichtlich, sondern sogar gefährlich. Deshalb bringen sie die Verkehrssituation mit einer Anfrage im Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität auf die Tagesordnung. „Die Fußwegführung auf der Seite des Finanzamts wird nicht angenommen, weil dafür zweimal die Straße und drei Ampeln zu überqueren sind – das ist einfach zu zeitaufwendig “, berichtet der sachkundige Bürger Björn Engel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Weil viele Fußgänger stattdessen die auf der Bahnhofseite ausgewiesene Radspur benutzen, komme es dort immer wieder zu gefährlichen Konflikten. Die Grünen wollen deshalb erfahren, ob die Stadt als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte in NRW (AGFS) bei der temporären Verkehrsführung am Hauptbahnhof deren Grundsätze und Musterpläne berücksichtigt hat. Außerdem fragen sie nach einer Möglichkeit, den Fußverkehr auf der Bahnhofseite zu führen.

„Wir möchten zudem wissen, ob die kurze Straße stadtauswärts zwischen Bushaltestelle und Finanzamt als verkehrsberuhigter Bereich oder „Shared Space“ ausgewiesen werden kann, den alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt nutzen. Das würde den Fußverkehr besser verteilen“, erklärt Engel. „Da viele Menschen hier sowieso schon auf der Straße laufen, weil der Platz auf dem vollen Bussteig oft nicht reicht, könnte eine Regelung mit Schrittgeschwindigkeitsgebot hier für deutlich mehr Sicherheit sorgen.“ Abschließend stellen die Grünen die Möglichkeit zur Diskussion, einen Teil des Kraftfahrzeugverkehrs über den Heinz-Nixdorf-Ring sowie Elsener und Neuhäuser Straße weiträumig um die beiden großen Baustellen am Hauptbahnhof und an der Westernmauer herumzuführen. „Das würde den Bereich vor dem Bahnhof entlasten und vielen Autofahrern Zeit sparen“, so Engel. „Spätestens mit der Sperrung der Bahnhofsbrücke wird diese Maßnahme sowieso erforderlich sein.“

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