Eine Frau geht neben einem Mann im Rollstuhl auf einer Straße.

Grüne setzen Fokus auf inklusive Stadtentwicklung

Menschen mit Behinderung sollen in Paderborn gehört und mitgenommen werden. Vor dem Hintergrund zahlreicher städtischer Projekte hat die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen daher im Ausschuss für Soziales, Senioren und Inklusion einen Sachstandsbericht der „Steuerungsgruppe Inklusion“ auf die Tagesordnung gesetzt.

Die aus Verwaltungsmitarbeitenden, Vertretern der Politik sowie Vertretern der Sozial- und Behindertenverbände bestehende Steuerungsgruppe besteht seit 2013. Sie soll die Stadt bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beraten und den Inklusionsprozess vorantreiben. „Uns war es wichtig, das Thema Inklusion erneut in den Fokus zu rücken“, begründet die grüne Ratsfrau Sabine Kramm den Vorstoß. Im Sinne der Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen sei es äußerst wichtig, städtische Projekte, wie beispielsweise die Gestaltung des Bahnhofsumfeldes, den Neubau der Verwaltung oder die Erschließung der neuen Wohnquartiere mit einem „inklusiven Auge“ zu begleiten. „Wie wichtig dieser spezielle Blick ist, hat zum Beispiel ein Problem gezeigt, das wir im vergangenen Herbst im Sozialausschuss thematisiert haben: die Schwierigkeiten von sehbehinderten Menschen mit kontrastarmen Sperrpfosten.“ Solche Problematiken seien Menschen ohne Einschränkungen in der Regel gar nicht bewusst.

„Wir möchten erfahren, welche Projekte in der Steuerungsgruppe derzeit bearbeitet und geplant werden“, erklärt der grüne Ratsherr Güven Erkurt. Damit Probleme für Menschen mit Einschränkungen gar nicht erst entstehen, sei es sinnvoll, alle anstehenden Projekte schon bei der Planung auch aus einer inklusiven Perspektive zu betrachten. „Wir wollen, dass sich Menschen mit Behinderung in unserer Stadt gehört und mitgenommen fühlen.“ Außerdem sei es natürlich viel weniger aufwendig, Maßnahmen von vorneherein umzusetzen, als nachträglich zu ändern.

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