Einige Grundschulkinder sitzen in einer Schulklasse und hören zu.

Grüne thematisieren Familiengrundschulzentren

Die Bildungschancen von Kindern hängen in Deutschland immer noch von ihrer sozialen Herkunft ab. Weil der Lernerfolg besonders im Grundschulalter ganz erheblich von den Eltern beeinflusst wird, macht die grüne Ratsfraktion mit einer Anfrage die Einrichtung von Familiengrundschulzentren zum Thema. „Familiengrundschulzentren stärken die Eltern als Bildungsbegleiter ihrer Kinder – insbesondere in sozial herausfordernden Lagen“, erklärt die Schulausschussvorsitzende Petra Tebbe. Angelehnt sei das Konzept an die Familienzentren in Kindertageseinrichtungen, die sich auch in Paderborn bereits bestens bewährt hätten. „Familienzentren in Grundschulen setzen die kommunale Präventionskette fort.“ Das Konzept sehe vor, dass sich Grundschulen zu Orten der Begegnung, Beratung und Bildung für Kinder und ihren Familien entwickeln.

Durch ihre Anfrage möchten die Grünen nun erfahren, ob in der Verwaltung bereits konkret über die Einrichtung von Familiengrundschulzentren nachgedacht wird und ob das Thema bereits an Grund­schulen herangetragen oder sogar von diesen selbst angesprochen worden ist. „Die Erfahrungen aus den Paderborner Kitas sollten aus unserer Sicht in mögliche konzeptionelle Überlegungen einbezogen werden, damit deren wichtige Arbeit dann auch im Primarbereich erfolgreich fortgesetzt werden kann“, so Tebbe. Darüber hinaus fragen die Grünen nach Möglichkeiten, die vom Land NRW geförderten Familien­grundschulzentren einzurichten, ohne die Schulen zusätzlich zu belasten.

„Nach den guten Erfahrungen in den Kitas, halten wir die Einrichtung von Familiengrundschulzentren zur Unterstützung von Familien im Quartier für ein sinnvolles Konzept, um Bildungschancen von Kindern gerechter zu verteilen“, ergänzt Catharina Scherhans, Schulausschussmitglied der Grünen.

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