Sigrid Beer und Ute Koczy zu Äußerungen von Norbert Röttgen zum Nationalpark

Die Vorsitzende der GRÜNEN in Ostwestfalen-Lippe Sigrid Beer kommentiert Norbert Röttgens merkwürdige Ansichten zum OWL-Nationalpark: „Das ist reines Wahlkampfgetöse des Herrn Röttgen, der im Nebenamt ja auch Bundesumweltminister ist. Er sollte sich mit seinem Vorgänger Herrn Töpfer vielleicht einmal unterhalten und Sachverstand einholen. Zudem ist es eine Richtlinie der CDU-geführten Bundesregierung, die die Grundlage für unseren Nationalpark bildet.


Jede Nationalparkplanung hat bisher lebhafte Diskussionen ausgelöst. Bei der tatsächlichen Einrichtung der Nationalparks haben sich die Vorteile aber schnell gezeigt und vorherige Bedenken in Luft aufgelöst. Die Gegner sind dann auch sehr schnell sehr still geworden.
Bezeichnend ist es, dass gerade CDU und FDP eine Bürgerbefragung in Lippe zum Wahltag in NRW abgelehnt haben. Sie haben wohl geahnt, dass die BürgerInnen auf die unsäglichen Anti-Kampagnen nicht hereinfallen.“, so Sigrid Beer.

Die grüne Bundestagsabgeordnete Ute Koczy erklärte: „Als Umweltminister versagt Röttgen beim Nationalpark Teutoburger Wald. Er knickt ein vor lokalen Widerständen und muss sich nun fragen lassen, wie er auf der diesjährigen Konferenz in Rio für Biodiversität eintreten will“

Als Bundesnaturschutzminister müsse Norbert Röttgen die nationale Biodiversitätsstrategie umsetzen, die die Bundesregierung 2007 beschlossen habe. Dies sei eine internationale Verpflichtung, die in Deutschland ganz besonders für den Erhalt typischer Laubwald-Ökosysteme gelte.

Deutschland habe sich verpflichtet, fünf Prozent seiner Waldflächen bis zum Jahr 2020 aus der Nutzung zu nehmen und der natürlichen Entwicklung zu überlassen. „Derzeit sind wir bei schätzungsweise zwei Prozent. Zur Umsetzung dieses Fünf-Prozent-Ziels sind auch die Bundesländer und damit NRW in der Pflicht“, so Koczy weiter.

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