Glosse über das saubere Abräumen eines Trödelmarktes beim Schützenfrühstück

Zum Verzicht, Trödelmärkte am Finke-Stadion zu organisieren sprach ein anonymer CDU-Spitzenpolitiker: „Darauf haben wir uns am Schützenfestmontag mit der Stadiongesellschaft verständigt.“ Na denn: Prost. Aus der Nachricht aus dem Bäumchenblatt (20. Juli) lassen sich mindestens zwei Lehren ziehen.

Trödelmärkte stehen unter erheblichem Wettbewerbsdruck. So hätte ein geplanter Trödelmarkt an der ‚Benteler-Arena’ unliebsame Konkurrenz für die städtische Schlosspark- und Lippesee Gesellschaft bedeutet, die auf ca. 80.000 € an Standgebühren eigener Trödelmärkte hätte verzichten müssen, die in die Gartenpflege reinvestiert hätten sollen. Trödeln hat einen Preis.

Schlosspark (Foto) und Lippesee verwildern zu lassen, schadet dem Image vielleicht mehr, als einen zweitklassigen Bundesligisten indirekt zu sponsern. Blöd war nur, dass der Bezirksausschuss Schloß Neuhaus dem Begehren der Stadiongesellschaft bereits zugestimmt hatte. Übrigens auch mit den Stimmen der CDU und ihres Fraktionsvorsitzenden. Aber unter grünberockten Schützenbrüdern wurde jetzt eiligst gegengerudert. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, sagte schon der olle Adenauer – ein Großmeister der Seitenabsprachen.

Bleibt die Frage; zu Libori drängt sie sich auf: Welche Entscheidungen treffen wir beim Bierbrunnen vor dem Rathaus?

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