Lipper CDU-Landrat Friedel Heuwinkel bleibt vom Nationalpark in der Region überzeugt

Mit einer persönlichen Stellungnahme hat der Landrat des Kreises Lippe Friedel Heuwinkel letzten Freitag die jüngsten Entwicklungen kritisch kommentiert. Padergrün dokumentiert das Statement. Das Foto aus dem Wahlkampf in Lippe ist bezeichnend für die politischen Auseinandersetzungen.

„Mit der Einrichtung eines Nationalparks Teutoburger Wald wollte ich die Region Ostwestfalen-Lippe nachhaltig stärken. Langjährige Diskussionen, zuletzt auch intensive Bemühungen des Schlichters, eine konsensfähige Kulisse zu erarbeiten, sind leider ohne Erfolg geblieben. Ich bin Demokrat genug, um diese Tatsache anzuerkennen. Aus diesem Grund werde ich hiermit meine bisherige Rolle als Moderator zur Einrichtung eines Nationalparks abgeben. Nach dem gestrigen Beschluss der Landesverbandsversammlung, weiterhin Tauschverhandlungen mit dem Land zu führen, sehe ich das Land NRW und den Landesverband Lippe als aktive Verhandlungspartner. Selbstverständlich kommt die Kreisverwaltung auch weiterhin ihren Pflichten nach, sollte es erforderlich sein.

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Dachmarke „Nationalpark“ viele positive Effekte für die Region mit sich bringen würde – deshalb habe ich die ganze Zeit hinter dem Projekt gestanden und tue es weiterhin, wenn auch nicht als Moderator. Was mich betroffen macht, sind die vielen persönlichen Angriffe. Hier hätte ich mir mehr Rückhalt aus der Politik gewünscht. Seit 2004 sind alle Beschlüsse des Kreistages mit sehr großer Mehrheit getroffen worden, doch besonders in den vergangenen Monaten hat das nötige Rückgrat in der Politik gefehlt, um sich auch weiterhin öffentlich zum Nationalpark zu bekennen. Der Widerstand einzelner Gruppen, einhergehend mit gezielter Fehlinformation, hat sowohl in der Bevölkerung als auch in vielen Teilen der Politik zur Unsicherheit geführt. Mein besonderer Dank gilt allerdings den Grünen und den Freien Wählern, die sich stets zu diesem ambitionierten Projekt bekannt haben. Ich bin mir sicher, dass ein Großteil der Öffentlichkeit den Nationalpark befürworten würde, sofern ihr alle Informationen, pro und contra, in wertfreier Form vorliegen würden.

Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass das Thema „Mensch & Natur“ zukunftsweisend ist – auch wenn wir uns mit Bereichen wie Wirtschaft oder Tourismus beschäftigen. Denn wir müssen unseren nachfolgenden Generationen bei allem wirtschaftlichen Wohlstand auch eine stabile Umwelt hinterlassen – somit fängt das Thema Nachhaltigkeit bei jedem vor der Haustür an. Das ist auch weiterhin eines der wichtigsten Anliegen des Kreises Lippe. „

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