„Integration ist kein Sahnehäubchen, sondern harter Standortfaktor“ – Grüne fordern Überarbeitung des PB-Integrationskonzeptes

Heimspiel für Ayhan Demir, den Vorsitzenden des Paderborner Integrationsrates. Im Rathaus traf sich die Mitgliederversammlung des Landesintegrationrates und wählte soeben Demir in den Vorstand. Herzlichen Glückwunsch seitens der Paderborner Grünen!

Am Vormittag erläuterte NRW-Integrationsminister Guntram Schneider vor den hundert Mitgliedern und Gästen die Politik des Landes. Der Sozialdemokrat erklärte, kein in NRW lebender Bürger sollte sich wegen seiner Herkunft, des religiösen Bekenntnisses oder der Kultur rechtfertigen müssen. Gleichzeitig forderte er aber auch zwei „Banalitäten“, die Rechtsordnung zu respektieren und Deutsch als Verkehrssprache. Das im parteiübergreifenden Konsens verabschiedete Teilhabe- und Integrationsgesetz setzt auf „Kommunale Integrationszentren“ (KIZ). Ihre Konzepte, so Schneider, sollen im engen Schulterschluss mit den Akteuren entstehen, wobei dem Minister besonders die Beteiligung der gewählten Integrationsräte am Herzen liegt. (Foto: einige Mitglieder des Paderborner Integrationrates).

Beim Kreis Paderborn bestehe in punkto Partizipation aber deutlicher Nachholbedarf, kritisieren die Grünen aus Stadt- und Kreisfraktion. Mit einem Antrag fordern die Grünen eine Überarbeitung des Integrationskonzeptes, das aus dem Jahr 2007 stammt, und eine „proaktive und frühzeitige Einbeziehung“ der lokalen Migrationsselbstorganisationen und die Wohlfahrtsverbände.

„Mit dem KIZ ist sicher eine neue Qualität der Integrationsaktivitäten möglich“, erklärt das grüne Kreistagsmitglied Horst Schulze-Stieler. „Gleichzeitig müssen aber auch Erkenntnisse aus der erfolgreichen Arbeit des Paderborner Integrationsrates und des Delbrücker Arbeitskreises Migration in die Aktualisierung einfließen“.  Ein kommunales Integrationszentrum (KIZ) soll im nächsten Jahr Bildung und Integration im Kreisgebiet verzahnen und zusätzliche, ergänzende oder unterstützende Leistungen anbieten. Ein entsprechender Antrag des Kreises Paderborn für 5,5 Stellen wird derzeitig vom Land NRW geprüft.

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