Sondervorstellung des Films „More than honey“ in Paderborns Cineplex

Am 31. Januar startet der Kinofilm „More than honey“ im Paderborner Cineplex. In einer Sonderveranstaltung an diesem Tag ermöglicht das Filmtheater uns in Zusammenarbeit mit dem „Forum Ferdinandstrasse“, insbesondere den lokalen Umweltverbänden und den Imkern, dass interessierte Bürgerinnen und Bürger den Film ab 20.15 Uhr zu einem Sonderpreis von € 5,– anschauen können. Karten gibt es am Aktionsstand am Samstag in der Westernstraße.

Bereits ab 19.30h laden die Umweltverbände und Imker ins Kino ein, um sich dort gemeinsam mit allen Besuchern bei einem leckeren Glas Bio-Apfelsaft von einer Streuobstwiese auf das Thema einstimmen zu können. Dabei wird der 2. Vorsitzende des Kreisimkervereins, Robert Kröger, eine kurze Einleitung zum Thema Bienenhaltung und Bienensterben in Deutschland geben.
Dies ist, so in einer Filmkritik, ein toller Film: poetisch und warmherzig, präzise recherchiert und technisch brillant. Das Thema erscheint zunächst unspektakulär: Es geht um die Honigbiene. Aber wenn es einen Dokumentarfilm gibt, der auf die Kinoleinwand gehört und ein großes Publikum anspricht, dann ist es dieser. Überwältigend schön, mit fantastischen Bildern und unglaublich interessant!

Nach der Filmvorführung gibt es dann die Möglichkeit mit den Vertretern der Imker und der Umweltverbände zu diskutieren und Fragen zu stellen. Dabei sollen insbesondere Anregungen gegeben werden, wie jeder in seinem persönlichen Umfeld dazu beitragen kann, die Lebensbedingungen der für unser Leben so notwendigen Bienen zu verbessern, denn die massiven zerstörerischen Eingriffe, die weltweit in unsere natürliche Umwelt vorgenommen werden, haben dramatische Auswirkungen auf Fauna und Flora und damit insbesondere auch auf das Leben der Bienen. Das Ausmaß dieser Gefährdung wird für viele Zuschauer neu sein: Es ist erschreckend.
Das Wissen, dass Bienen für unser Überleben existentiell notwendig sind, wird schon dem Urvater aller Klugheit, Albert Einstein, nachgesagt, von dem der Satz stammen soll „Erst sterben die Bienen und vier Jahre später die Menschen“. Der Film zeigt, dass es z.B. in Amerika industrielle Massenzüchtungen von Bienen zur Befruchtung von Nahrungspflanzen gibt, damit sie Frucht tragen können. Und dabei sollte man bedenken: Ein Drittel der Früchte, die wir essen, gäbe es ohne die Bestäubung durch Bienen nicht.
Diese industriellen Züchtungen mit entsprechender Bienenhaltung und geplanten Einsätzen in Verbindung mit der Pestizidbelastung der Felder bedeuten für die Bienen einen unglaublichen Stress, der sie auf Grund des geschwächten Immunsystems z. B. zur leichten Beute für die Varroamilbe werden lässt.
In China müssen bereits Apfelblüten von Hand bestäubt werden, weil die Bienen in bestimmten Regionen durch Pestizide komplett ausgestorben sind. Schlechte Lebensbedingungen wie Monokulturen, genmanipulierte Pflanzen, Pestizideinsatz, Stress, Parasiten und ansteckende Krankheiten gefährden nicht nur unsere Nahrungskette, sondern auch die der Bienen, so dass Bienen paradoxerweise inzwischen in blühenden Gärten der Städte bessere Lebensbedingungen vorfinden, als in den agroindustriell geprägten ländlichen Regionen. Dieser Film soll wach rütteln, denn das dramatische Bienensterben weltweit geht uns ausnahmslos alle an.

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